Zurück in die goldene Ära des Trance: Eine Kult-Compilation feiert ihr Comeback. Laser, Nebelschwaden und euphorische Melodien bis in die Morgenstunden: Für eine ganze Generation von Clubgänger wurde Trance Nation zum Soundtrack einer Ära. Die Reihe prägte den Sound der 90er-Jahre wie kaum eine andere Compilation. 32 Jahre nach ihrem Debüt kehrt die Kultserie nun mit The Classics zurück. Als die erste Ausgabe 1994 auf dem Edel-Label Club Tools erschien, entwickelte sie sich innerhalb kürzester Zeit zum Pflichtkauf für Dance-Fans. Neben der außergewöhnlich starken Track-Auswahl sorgte vor allem das markante Artwork für einen hohen Wiedererkennungswert. Bis heute verbinden viele Fans den Namen Trance Nation mit unvergesslichen Nächten auf den Tanzflächen Europas und dem unverwechselbaren Spirit der frühen Trance-Bewegung. Mit The Classics schlägt die Reihe nun die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Statt ausschließlich bekannte Hits aneinanderzureihen, zeichnet die Compilation die Entwicklung des Genres über mehrere Jahrzehnte nach und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Trance geworden ist. Mit dabei sind zahlreiche Ikonen der Szene, darunter Armin van Buuren, Paul van Dyk, Mauro Picotto, Cosmic Gate, Westbam, DJ Hooligan, RMB, System F, Dune, Gary D., Ayla, Mega Lo Mania und Gouryella. Die sorgfältig zusammengestellte Auswahl vereint energiegeladene Clubtracks mit den emotionalen Melodie-Hymnen, die Trance über Jahrzehnte hinweg zu einem weltweit erfolgreichen Genre gemacht haben. Gerade diese Mischung macht The Classics sowohl für langjährige Fans als auch für neue Hörer interessant. Wer mit dem Sound der 90er-Jahre aufgewachsen ist, darf sich auf eine musikalische Zeitreise freuen. Gleichzeitig bietet die Sammlung einen idealen Einstieg für alle, die die Wurzeln und die Entwicklung des Genres entdecken möchten. Erhältlich ist Trance Nation – The Classics als 3-CD-Set sowie als streng limitiertes 4-LP-Set. Besonders die Vinyl-Ausgabe dürfte Sammler und DJs begeistern, denn sie enthält sämtliche Titel in ihren Full-Length-Versionen und bringt damit das authentische Clubgefühl zurück auf den Plattenteller. Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrem Start beweist die Reihe eindrucksvoll, dass guter Trance zeitlos ist. The Classics verbindet Nostalgie mit musikalischer Qualität und erinnert daran, warum Trance Nation bis heute zu den bedeutendsten Dance-Compilations überhaupt zählt.
SONNY FODERA “CAN WE DO IT ALL AGAIN?”
Mit seinem sechsten Studioalbum präsentiert Sonny Fodera ein Meisterwerk aus fünf Jahren kreativer Arbeit – ein Zeugnis dafür, dass seine Reise noch lange nicht zu Ende ist. Veröffentlicht über sein eigenes Label Solotoko, liefert can we do it all again? eine umfangreiche Tracklist mit 18 Titeln – darunter einige der größten Tracks seiner Karriere. Neben erfolgreichen Tracks wie „Mind Still“, „All This Time“, „Think About Us“ und „Let Me Be In Your Arms“ zählt „Somedays“ (feat. Jazzy & D.O.D) zu den Highlights des Albums, der Platz eins der australischen Airplay-Charts erreichte. Mit über 100 Millionen Streams ist auch sein bislang größter Erfolg auf dem Album zu finden. „Asking“ (feat. MK & Clementine Douglas) verschaffte Fodera nicht nur seine erste UK-Top-10-Single – sein Label Solotoko wurde damit auch zum ersten künstlergeführten Dance-Label seit mehr als zehn Jahren, das eine UK-Top-10-Single hervorbrachte. Geboren und aufgewachsen in Adelaide, Australien, begann Sonny Fodera bereits als Teenager Hip-Hop-Beats zu produzieren. Mit 18 Jahren inspirierte ihn ein Auftritt des House-Pioniers Derrick Carter dazu, selbst House-Musik zu machen. Sein heutiger Erfolg zeigt sich nicht nur an 6,5 Millionen monatlichen Hörer:innen auf Spotify – mit fünf veröffentlichten Alben, ausverkauften Headliner-Shows und zahlreichen internationalen Chart-Erfolgen hat sich Sonny Fodera zu einem der gefragtesten unabhängigen Künstler der House-Szene entwickelt. Auf Ibiza gehört er seit Jahren zu den prägenden Namen der Szene. Nach erfolgreichen Residencies im Amnesia zählt er inzwischen zu den festen Größen im legendären Pacha. Der Sound von can we do it all again? bewegt sich durch viele verschiedene Facetten des House-Genres. Afro House, Tech House und Progressive House treffen auf den typischen Sonny-Fodera-Sound aus treibenden Grooves, starken Vocals und eingängigen Melodien. Ein Breakbeat-Track setzt dabei einen überraschenden Akzent und zeigt eine eher ungewohnte Facette des australischen Produzenten. Für Sonny Fodera ist can we do it all again? weit mehr als nur ein weiteres Album. Es ist die Zusammenfassung von fünf Jahren kreativer Entwicklung, persönlichem Wachstum und unvergesslichen Erlebnissen auf den größten Bühnen der Welt. Mit diesem Album möchte er die Erinnerungen einfangen, die seine Musik bei Fans rund um den Globus begleitet haben: die Nächte auf Ibiza, die Euphorie in ausverkauften Arenen oder die besonderen Momente auf seinen Festivals. Sein Ziel: die Energie und Stimmung dieser Momente auch abseits der Bühne spürbar zu machen. can we do it all again? zeigt, wo Sonny Fodera heute als Künstler steht. Ein Album voller persönlicher Meilensteine, eine Bestandsaufnahme seiner bisherigen Reise und der Ausblick auf das, was noch kommen wird.
LOWTOPIC “CHIARO”
LOWTOPIC “CHIARO” chiaro ist Lowtopics persönliche Klangsprache – ein musikalisches Mosaik aus Erinnerungen, Begegnungen und Orten, die ihn geprägt haben Zwölf Tracks, unzählige Eindrücke – chiaro, das dritte Studioalbum von Francesco Bacci alias Lowtopic, bewegt sich zwischen elektronischer Musik, atmosphärischen Klangwelten und akustischen Momentaufnahmen. Das bei NORR Records erschienene Album verbindet treibende Rhythmen mit ruhigeren, nachdenklichen Passagen und begreift den Dancefloor nicht nur als physischen, sondern auch als emotionalen und erzählerischen Ort. Der Sound von chiaro lebt von seinen musikalischen Landschaften: warme Synthesizer, organische Breakbeats und fein verwobene Samples. Während Gionney TAPE auf ätherische Klänge setzt, verbindet Cirandeiro tropische Einflüsse mit Techno. La Danse du Soleil fällt mit seinen melodischen Elementen und organischen Beats besonders auf und bringt eine spürbare Unbeschwertheit in den Verlauf des Albums. chiaro, italienisch für klar, steht sinnbildlich für Lowtopics künstlerisches Selbstverständnis. Dahinter steht der Wunsch nach einer unmittelbaren musikalischen Ausdrucksform, die Menschen unabhängig von Sprache erreicht. Für Lowtopic beschreibt chiaro einen Zustand innerer Klarheit – das Vertrauen in den eigenen Weg und das Gefühl, im entscheidenden Moment das Richtige zu tun. Konzeptionell geht chiaro über ein reines Studioalbum hinaus. Gemeinsam mit 010 Films entstanden eindrucksvolle Porträts von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Gedreht wurde an abgelegenen Orten wie Kuba, der Mongolei, Kirgisistan, Papua und Sibirien. Persönliche Klänge und Stimmfragmente aus Lowtopics Leben verbinden die einzelnen Elemente des Projekts zu einer Sammlung von Erinnerungen, Orten und musikalischen Einflüssen, die ihn als Künstler geprägt haben. Genau diese Verbindung aus Musik und dokumentarischem Bildmaterial setzt sich auch in der Live-Performance von chiaro fort. Für die audiovisuelle Umsetzung bringt Francesco Bacci mehrere kreative Wegbegleiter zusammen: Emilio Pozzolini begleitet die Show an Synthesizern und modularen Instrumenten, Lorenzo Rapetti und Giovanni Giusto von 010 Films steuern Filmaufnahmen und visuelle Inhalte bei. Ergänzt wird das Konzept durch Nicola Villa, der den neu adaptierten Tracks und Mashups mit seinen Live-Visuals eine zusätzliche Tiefe und Ausdruckskraft verleiht. Francesco Bacci kommt ursprünglich aus einem anderen musikalischen Umfeld. Bevor er seine Heimat in der elektronischen Musik fand, war er jahrelang Mitglied der Punk-Hardcore-Band 1000 Degrees sowie der Indie-Pop-Band Ex-Otago. Auch wenn er sich selbst nicht primär als Produzent versteht – als Vater von zwei Kindern, Pflanzenliebhaber mit Doktortitel –, veröffentlichte er in knapp fünf Jahren rund 30 Tracks auf verschiedenen Labels, die als Alben oder EPs erschienen sind. Neben der Kuration des BOEM-Festivals am Strand von Bogliasco erweiterte der Multi-Instrumentalist das Projekt Lowtopic zuletzt um die Komposition von Soundtracks für Filme, Theaterproduktionen und Performances. Produziert und abgemischt wurde chiaro im Heimatstudio des Künstlers in Genua. Neben analogen Synthesizern und verschiedenen Aufnahmegeräten spielten dabei auch einige Glocken und Gitarrenpedale eine zentrale Rolle. Das Zusammenspiel dieser Elemente prägt den warmen, lebendigen Sound, der chiaro von Anfang bis Ende trägt. Entstanden ist ein ebenso persönliches wie vielschichtiges Werk, das ganz auf die Wirkung seiner Klänge vertraut.
R3HAB “DREAM INSIDE A DREAM…”
R3HAB “DREAM INSIDE A DREAM…” R3HAB hat erreicht, wovon viele Künstler:innen träumen – doch was kommt danach? Dream inside a dream… bewegt sich zwischen erfüllten Träumen und neuen Sehnsüchten. Lange bevor er als R3HAB die Bühnen der Welt eroberte, träumte Fadil El Ghoul bereits als Teenager davon, mit seiner Musik Menschen weltweit zu erreichen. Mehr als 15 Jahre später wurde dieser Traum Realität: Seinen Durchbruch feierte der niederländisch-marokkanische DJ und Produzent während der Big-Room-Ära Mitte der 2010er-Jahre: Kollaborationen mit Szenegrößen wie VINAI, Calvin Harris und KSHMR – darunter How We Party, Burnin’ und Karate – katapultierten ihn ins internationale Rampenlicht und machten ihn zu einem der bekanntesten Vertreter der globalen Dance-Musik. Neben der Veröffentlichung der Studioalben Trouble (2017) und The Wave (2018) etablierte sich R3HAB auch als gefragter Remixer für Künstler:innen wie Taylor Swift, Rihanna, Lady Gaga und The Chainsmokers. Doch mit der Erfüllung dieses Traums blieb eine Frage: Was kommt, wenn das einst Unmögliche wahr geworden ist? Auf seinem dritten Studioalbum Dream inside a dream… begibt sich R3HAB auf die Suche nach Antworten – entstanden ist ein Werk, das so persönliche Einblicke in sein Innenleben gibt wie nie zuvor. Veröffentlicht über sein eigenes Label CYB3RPVNK, umfasst das Album zwölf Tracks, von denen jeder mit seiner eigenen klanglichen Identität ein neues Kapitel der Erzählung eröffnet. Gemeinsam entfalten sie eine introspektive Reise, die euphorische elektronische Klangwelten mit tief persönlichen Themen wie Liebe, Einsamkeit, Dankbarkeit, Selbstfindung und Akzeptanz verbindet. Als Intro des Albums schafft Universe… mit meditativen Ambient-Sounds und ätherischen Vocals eine traumähnliche Atmosphäre. Getragen von den Worten des renommierten Meditationsleiters Jason Stephenson, lässt der Track in R3HABs musikalisches Universum eintauchen. Von dort aus entfaltet sich das Album wie ein Strom aus Gedanken, Erinnerungen und Erkenntnissen, die Schritt für Schritt R3HABs inneren Reflexionsprozess offenlegen. Während Universe… den Raum für Reflexion öffnet, führt I had a dream… feat. Izzy Bizu direkt ins Herz des Albums. Mit warmen Deep-House-Klängen und euphorischen Melodien fängt der Track genau jenen zerbrechlichen Moment ein, in dem ein Lebenstraum Wirklichkeit wird. Gleichzeitig wird der Zwiespalt zwischen erfülltem Traum und neuer Unsicherheit spürbar: der Wunsch, dieses besondere Gefühl festzuhalten, bevor es verblasst. Right here… feat. Rhodes knüpft an diese Unsicherheit an. Dabei setzt R3HAB erstmals auf seine eigenen Vocals und reflektiert darüber, wie es sich anfühlt, flüchtigen Momenten nachzujagen. Einen der emotionalsten Momente des Albums liefert More than enough… – zwischen traumhaften Synthesizer-Klangwelten und euphorischen Drops verwandelt R3HAB Verletzlichkeit in Stärke und feiert das seltene Gefühl, als der Mensch gesehen und akzeptiert zu werden, der man wirklich ist. Auf der Suche nach diesem Selbst findet R3HAB in All I am… feat. OREM zurück zu seinen Wurzeln, wo authentische Feldaufnahmen traditioneller marokkanischer Flötenklänge mit einer modernen elektronischen Klanglandschaft verschmelzen. If I could stop time… feat. Izzy Bizu und The Last Dance… widmet sich der Vergänglichkeit besonderer Momente und der Erkenntnis, dass gerade im Loslassen eine besondere Schönheit liegt. Zum Abschluss findet sich erneut die Stimme von Jason Stephenson, der mit einem letzten Impuls die Hörer:innen sanft wieder ins Hier und Jetzt zurückführt. Mit seinen Worten schließt sich der Kreis des Albums: Es geht darum, den gegenwärtigen Moment mit all seinen Geschenken bewusst wahrzunehmen und den Fokus auf das zu richten, was tatsächlich beeinflussbar ist: “You can not control the weather. You can not control another person’s actions. You can only control you.” Dream inside a dream… zeigt einen Künstler abseits der großen Bühnen – nahbar, verletzlich und mit einer sehr persönlichen Perspektive auf vergangene Erfolge, erfüllte Träume und die Sehnsucht nach dem nächsten Kapitel. Auch wenn sich vieles von dem, was R3HAB sich einst erträumt hat, bereits erfüllt hat, möchte er weiterträumen – denn ein Traum, der Wirklichkeit wird, trägt bereits den nächsten in sich.